100 Jahre in Bewegung: vom Stadtamt für Leibesübungen zu den Sport- und Bäderbetrieben Essen

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Im April 1922 wurde durch die Stadt Essen das Stadtamt für Leibesübungen eingerichtet. Der Sport in Essen erhielt damit den stark benötigten Zugang in die öffentliche Verwaltung. Bis zur Umbenennung und -firmierung in die heutigen Sport- und Bäderbetriebe Essen war es ein ereignisreicher Weg voller Bewegungsdrang. Die Stadt und die Sport- und Bäderbetriebe Essen wollen anlässlich des Jubiläums an diesen Weg erinnern.

Bereits das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen eines sportlichen Jubiläums in der Stadt: Der Essener Sportbund e.V. feierte ebenfalls sein 100-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten wurden durch die Ausstellung „100 Jahre & mehr“ auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollverein begleitet, die vom vergangenen Jahrhundert, von der Geschichte des Verbandes und seiner Sportvereine sowie seinen Verknüpfungen mit der Stadt Essen erzählte.

Gerade der letzte Punkt erhielt bei einem tieferen Blick in die Archive der Stadt besondere Beachtung. Kurz nach der Bildung des Stadtverbandes für Leibesübungen, dem Vorläufer des Essener Sportbundes, im März 1921 reagierte die Stadt Essen mit der Gründung des Ausschusses für Leibesübungen und – mit einem Jahr Abstand – des Stadtamtes für Leibesübungen. Damit war die Grundlage geschaffen für eine intensive und produktive Zusammenarbeit über alle drei Ebenen, um für die sportbegeisterten Bürger*innen viel zu bewegen.

Der Weg zur Gründung und die ersten Schritte des Stadtamtes

Damit dieses Dreigestirn aus Sportbund, Stadtamt und Fachausschuss von da an im Kollektiv die Essener*innen für den Sport in der Stadt begeistern konnten, war zuvor jedoch viel politische Überzeugungsarbeit notwendig – ein Beispiel: 1921 stellte die Stadtverwaltung einen Etat von 500.000 Deutsche Mark für die städtischen Sportstätten bereit. Ohne städtisches Amt, in dessen Verantwortlichkeit die Verteilung der Mittel gelegen hätte, wurde jedoch ein Großteil der Gelder nicht ausgeschöpft. Der im April 1921 erstmalig einberufene Ausschuss für Leibesübungen hatte also zum Ziel, die Gründung eines Stadtamtes herbeizuführen. 18 Stadtverordnete und 12 Vertreter der Sportverbände arbeiteten im Ausschuss gemeinsam an der Umsetzung dieser Zielsetzung.

Am 7. April 1922 war es dann soweit: Die Stadt gründete das Stadtamt für Leibesübungen und gewährte damit dem Sport in Essen den Eintritt in den Verwaltungsapparat. Mit hohen Ambitionen gestartet, sahen sich die Amtsmitarbeiter*innen jedoch Schwierigkeiten ausgesetzt: neben Etatkürzungen sorgte der Zweite Weltkrieg dafür, dass von 78 Sportplätzen im Stadtgebiet fast alle zerstört wurden.

In den 50er und 60er Jahren erlebte der Sport in Essen durch viele Renovierungen und Neubauten, sowie durch die Erfolge von Rot-Weiss Essen im Fussball katalysiert, einen neuen Aufschwung. Es machte sich bis in die 70er Jahre bemerkbar, dass wesentliche Impulse für den Essener Sport vom Sportamt, wie die korrekte Bezeichnung inzwischen lautete, ausgingen: Turn-Jedermann-Kurse, Übungsleiterseminare sowie verschiedene Schwimm- und Segelkurse wurden initiiert. Eine Neuaufteilung der Aufgaben zwischen dem Sportamt und dem Stadtverbund sorgte zudem für eine effizientere Kooperation.

Eindrücke der 100-jährigen Historie des Sportamtes gibt es in der Bildergalerie „100 Jahre: vom Stadtamt für Leibesübungen zu den Sport- und Bäderbetrieben Essen“ zu sehen.

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Der voraus liegende Weg der Sport- und Bäderbetriebe Essen

Der ereignisreiche Weg des Stadtamtes lässt sich auch an der Namensgebung ablesen: vom Stadtamt für Leibesübungen, Sportamt sowie Sport- und Bäderamt bis zur seit 1997 geltenden Umfirmierung in die eigenbetriebliche Einrichtung als Sport- und Bäderbetriebe Essen. In dieser Historie wurde mit hohem Engagement das Sportangebot für die Essener Bürger*innen gefördert – womit zugleich auch die Basis gelegt worden ist für den weiteren Weg gesäumt von sportlichen Momenten: So werden mit Unterstützung der Sport- und Bäderbetriebe Essen auch in den nächsten Jahren große internationale Sportveranstaltungen in Essen stattfinden, wie z. B. im Jahr 2024 die Europameisterschaften im Bogensport und im Jahr 2025 die FISU World University Games, die Weltspiele des Studentensports.

Aber auch die Sportinfrastruktur in Essen bedarf einer kontinuierlichen und bedarfsgerechten Weiterentwicklung.

Während das ambitionierte Kunstrasenprogramm der Sport- und Bäderbetriebe kurz vor dem Abschluss steht, werden bereits die Planungen für den Neubau des Stadtbads Borbeck und der Tribüne an der Regattastrecke sowie für eine nachhaltige Modernisierung des Grugabades getroffen und vorangetrieben.

Die Herausforderungen bleiben also – genauso wie die Bereitschaft der Sport- und Bäderbetriebe Essen, sich diesen auch in den nächsten 100 Jahre zu stellen.

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