ZUR FREIGABE Regattatribüne: aktueller Sachstand zur Neugestaltung des Tribünengebäudes

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Der Ausschuss für die Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) hat in seiner heutigen Sitzung (21.06.) den aktuellen Sachstandsbericht zur Neugestaltung des Tribünengebäudes im Regattabereich am Baldeneysee zur Kenntnis genommen. Für den Neubau eines Tribünengebäudes sind die Planungen, bei deren Bearbeitung alle zuständigen Fachbereiche eingebunden und die alle fachlichen Belange der am Prozess beteiligten Partner berücksichtigen, weitestgehend abgeschlossen.

Federführend damit beauftragt wurde ein Planungsbüro. Ein Projektsteuerer wurde die weitere Koordination der Umsetzung des Projekts übertragen. Die Realisierung dieses Planungsteils kann auf Basis des bestehenden Bebauungsplans erfolgen. Da die zu bebauende Fläche im Landschaftsschutzgebiet „Baldeneysee“ liegt, ist derzeit der Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung in Vorbereitung. Die hierbei vorgeschriebene Artenschutzprüfung wird gegenwärtig durchgeführt.

Zentrale Anliegen der bisherigen Planung zum Tribünenneubau waren u.a. die Abwasserkanalleitungen sowie die Barrierefreiheit. Unter dem Bauwerk der Tribünenanlage verläuft eine Bestandswasserleitung des Ruhrverbands. Gemeinsam mit dem Ruhrverband wurde vereinbart, den Bestandskanal zunächst so zu belassen und eine Überbauung mit dem Tribünengebäude zu ermöglichen. Die erforderliche Umverlegung dieser Sickerwasserleitung wird jedoch bei der Realisierung des verkehrlichen Konzeptes des Gesamtareals erfolgen müssen. Dieser Sachverhalt wird mit dem Ruhrverband vertraglich vereinbart.

Zur Integration von Rollstuhlplätzen inklusive Sitzgelegenheiten für Begleitpersonen wurden diverse Planungsvarianten erörtert. Unter Berücksichtigung aller Faktoren wird nach Abstimmung mit den Vertreter*innen für Menschen mit Behinderungen die Variante der Anordnung der barrierefreien Plätze auf der oberen Ebene der Tribüne

favorisiert. Für die Begleitpersonen werden im Bedarfsfall modulare Sitzgelegenheiten hergerichtet, damit die zulässige Höhe des Gebäudes eingehalten wird. Die obere Ebene der Tribüne wird über eine Hubhilfe erschlossen. Darüber hinaus, wird im Tribünenbauwerk eine „Toilette für alle“ vorgesehen, die barrierefrei und behindertengerecht ist.

Weiteres Vorgehen und Finanzierung

Die aktuell vorliegende Kostenschätzung zur Planung der Tribünensanierung beziffert Gesamtkosten in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro. Die beschriebenen Planungsergebnisse liegen damit rund 1,7 Millionen – u.a. aufgrund erhöhter Kosten der Schadstoffentsorgung – über der ursprünglichen Kostenplanung. Die in Anbetracht der vorhandenen Budgets zusätzlich benötigten Mittel in Höhe von rund 760.000 Euro sollen in dem Wirtschaftsplan 2023 der SBE sichergestellt sein.

Nach derzeitigem Planungsstand kann die Baubeschlussvorlage für den Neubau der Regattatribüne frühestens für die Sitzungstermine des Rates der Stadt Essen im November dieses Jahres realisiert werden. Der geplante Baubeginn muss unter Berücksichtigung der anstehenden Veranstaltungen für August 2023 eingeplant werden. Grundsätzlich ist dabei geplant, den Tribünenbaukörper in zwei Bauabschnitten zu realisieren.

Zum Hintergrund

Der Rat der Stadt Essen hat am 26. August 2020 beschlossen, mit der Neugestaltung des Regattabereiches am Baldeneysee zu beginnen. Als übergeordnete Ziele wurden im Ausschuss der Sport- und Bäderbetriebe Essen am 19. November 2019 der Erhalt des Regattaturms, der Bau einer Tribüne mit umfangreichen Räumlichkeiten im Baukörper, die Errichtung eines multifunktionalen Gebäude neben dem Regattahaus sowie die Verbesserung der Verkehrssituation und der Parkmöglichkeiten, unter anderem durch den Bau einer Parkpalette festgehalten.

Darauf basierend wurden für die Neugestaltung des Regattabereiches zwei planerische Aufgabenbereiche formuliert: der hier geschilderte Neubau eines Tribünengebäudes (Realisierungsbereich) und die Entwicklung eines städtebaulichen und verkehrlichen Konzeptes für das Gesamtareal (konzeptioneller Planungsteil). Mit der Bearbeitung, in der die jeweiligen Planungsschritte unter Beteiligung der eingebundenen Fachbereiche erörtert worden sind, wurde im Februar 2021 begonnen.

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