Freibad Steele – ein kleines Bad mit ganz viel Charme

Freibad Steele

Sommerzeit ist Ferienzeit, aber auch Freibadzeit. Eines der beliebtesten Freibäder in Essen ist das zweitälteste Freibad der Stadt – das Freibad in Steele. Das Bad kann gleich mehrfach punkten. Zum einen liegt das Freibad landschaftlich besonders reizvoll, genau zwischen dem Ruhrwanderweg und der Ruhr. Zum anderen ist „Steele 11“, wie das Bad liebevoll von seinen Stammgästen genannt wird, sehr sauber und immer nah an der Natur. Das kleine Freibad im Stadtteil Steele hat viele Stammbadegäste und kommt besonders bei Familien mit Kindern gut an.

Eine lange Geschichte

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Wenn man einen Fluss vor der Haustür hat, ist es eigentlich nur logisch, dass die Kinder in diesem Fluss das Schwimmen lernen. Auch im Essener Stadtteil Steele fließt ein Fluss vorbei und für die Kinder des Stadtteils war die Ruhr ein einziger Abenteuerspielplatz. In der Ruhr lernten die Kinder schwimmen, sie bauten Zeltlager am Ufer und fühlten sich einfach wohl. Dann kam der Krieg und an das Schwimmen in der Ruhr war nicht mehr zu denken. Auch in der Nachkriegszeit gestaltete es sich schwierig, wie in alten Zeiten am Ufer zu spielen. Die Gefahr von Blindgängern war zu groß und die Ruhr zu schmutzig, um darin zu schwimmen. 1945 beschloss Steele, ein Schwimmbad zu bauen. Es entstand das Schwimmbad, das alles hatte, was ein gutes Schwimmbad ausmacht. Klein, aber fein – lautete das Motto der Erbauer des Schwimmbads und es ist diese Gemütlichkeit, die bis heute den Charme des Freibads in Steele ausmacht.

Viel Komfort

Obwohl das Bad in der Westfalenstraße in Essen klein ist, bietet es (fast) allen Komfort, den auch große Freibäder haben. Es gibt ein Mehrzweckbecken mit den Maßen acht mal 25 Meter, eine Wassertiefe von 1,40 Meter und eine Liegefläche von insgesamt 9500 Quadratmetern. Das Wasser im Becken ist angenehm warm und die alten Laubbäume, die überall auf dem Gelände stehen, spenden an heißen Sommertagen Schatten. Stolz ist der Pächter des Freibads, der Schwimmverein „Steele 11“ auf die „Beach Area“ direkt am Ufer der Ruhr. 27 Tonnen feinster Sand liegen dort unter künstlichen Palmen. Wer möchte, kann auf den Bänken aus tropischem Holz Platz nehmen und sich von der Sonne bescheinen lassen.

Wenn der große oder kleine Hunger kommt, dann ist der kleine Imbiss im Erdgeschoss des Vereinsheims die richtige Adresse. Hier gibt es die echten Klassiker, wie die Currywurst, Pommes frites mit oder ohne Mayo und Ketchup, Süßigkeiten, erfrischende Getränke, ein kaltes Bier und den Renner an heißen Tagen: Eis. 100 bis maximal 200 Badegäste kann der Imbiss bewirten und in regelmäßigen Abständen treffen sich die Stammgäste dort zu einem gemeinsamen Frühstück.

Das kleinste Bad der Stadt

Das Freibad in Essen Steele ist das kleinste Bad im Stadtgebiet. Mehr als 2000 Badegäste dürfen es am Tag nicht sein, denn sonst kommt das Freibad an seine Grenzen. Entsprechend niedrig sind daher auch die Besucherzahlen. Kamen im Jahre 2011 nur 20.770, so waren es zwei Jahre später schon 27.100 Badegäste. Da der Sommer 2012 nicht besonders attraktiv war, kamen im damaligen Sommer nur 18.000 Besucher. Die gemächlich dahin fließende Ruhr sorgt für ein malerisches Bild, aber das ist leider nicht immer so. So kämpft das kleine Freibad jeden Winter mit dem Hochwasser an dieser Stelle der Ruhr, das regelmäßig einen Teil der „Beach Area“ mit sich nimmt. Wenn es schlimm kommt, steht das Wasser schon mal im Vereinsheim. Alles immer wieder zu renovieren, lohnt sich für den Schwimmverein aber nicht.

Die Umkleide und die Duschen

Das Bad in Essen Steele mag klein und alt sein, aber es hat alles, was der Badegast braucht, um glücklich zu sein. Allerdings müssen sich diejenigen, die die Umkleide und die Duschen aus einem modernen Bad gewöhnt sind, mit weitaus weniger Komfort zufriedengeben. Die Umkleide für die Herren ist durch einen Vorhang aus Plastik abgetrennt und daher auch wenig dunkel. Für die Bequemlichkeit beim Umziehen gibt es zwei Bänke aus Holz und einige Kleiderhaken an der Wand. Geduscht wird im Freibad Steele leider nur kalt und unmittelbar vor dem Sprung ins Becken. Für das dringende Bedürfnis gibt es einen Container, den die Stadt aufgestellt hat.

Alles ist ein bisschen alt und minimalistisch, aber es ist sehr sauber. Wie sehr das Freibad ein Teil der Natur ist, das zeigt sich an dem emsigen Schwalbenpaar, das sein Nest immer wieder in der Damenumkleide baut. Die Badegäste stört es nicht, im Gegenteil, sie freuen sich, wenn aus dem Nest wieder einmal der Schwalbennachwuchs zwitschert.

Ein strenges Regiment

Das Aufsichtspersonal und die Bademeister stellt der Schwimmverein „Steele 11“. Sie führen ein eher strenges Regiment und stellen die Regeln auf, an die sich jeder Badegast halten sollte, falls er nicht aus dem Bad fliegen möchte. Bevor es ins Becken geht, ist der Gang unter die kalte Dusche Pflicht. Erst dann dürfen die Badegäste in das 25° Grad warme Wasser eintauchen. Unter dem Badeanzug oder der Badehose ist das Tragen von Unterwäsche streng verboten. Alle, die Krawall machen wollen, sind im „Steele 11“ an der falschen Adresse. Dreimal gibt es eine Verwarnung, beim vierten Mal muss der Störenfried das Bad verlassen. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass die Bademeister im Freibad nicht nur drohen, sondern auch durchgreifen, den Worten folgen Taten. Auf eine teure Security kann das Freibad verzichten, selbst im Sommer, wenn viele Gäste auf dem Gelände sind.

Gut zu wissen

Öffnungszeiten

Bei gutem Wetter ist das Freibad jeden Tag von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet

Preise

Kinder: 2,50 Euro

Erwachsene: vier Euro

Familienkarte: 8,50 Euro

10er-Karte für Kinder: 22,50 Euro

10er-Karte für Erwachsene: 36,00 Euro

Schüler, Studenten, Auszubildende und Arbeitslose zahlen 2,50 Euro

Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt

Anreise

Mit den Buslinien 144 und 194 bis zur Haltestelle Deimelsberg.

Vor dem Schwimmbad gibt es einige Parkplätze.

Adresse

Westfalenstraße 210 a

45276 Essen-Steele

Telefon: 0201 8516424

 

Fazit

Alle, die ein kleines familiäres Freibad bevorzugen, sind im Bad in Steele genau richtig. Die Lage ist wunderschön direkt am Ufer der Ruhr, das Team ist nett und die Atmosphäre immer locker. Auch wenn Manches nicht mehr auf dem neusten Stand ist, das Freibad kann vor allem mit seinem einzigartigen Charme überzeugen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / Dirima

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