Hallenbad Kupferdreh – Badevergnügen auf kleinem Raum

Hallenbad Kupferdreh

Totgesagte leben bekanntlich länger, ein gutes Beispiel für diese Weisheit ist das Hallenbad im Essener Stadtteil Kupferdreh. Das Bad stand schon vor der Schließung, aber dann kam ein Verein, der das Bad rettete und daraus ein kleines Juwel machte. Das Bad in Kupferdreh ist ein typischer Vertreter der Essener Bäderlandschaft: Es stand auf der Liste der Bäder, die die Stadt schließen wollte, ganz weit oben, da es zu unrentabel und viel zu klein war. Auch die Zahl der Besucher ließ zu wünschen übrig und daher war die Schließung beschlossene Sache. Jedoch machte die Stadt die Rechnung ohne die Bürger.

Der Kampf um das Hallenbad

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Als das Hallenbad in Kupferdreh 1971 gebaut wurde, galt es als eines der modernsten Bäder in ganz Essen. Im Laufe der nächsten 20 Jahre investierte die Stadt immer wieder in das Bad, modernisierte hier ein bisschen und sanierte dort ein wenig. Trotzdem kamen immer weniger Besucher und das Hallenbad Kupferdreh wurde immer unwirtschaftlicher. Um nicht ganz schließen zu müssen, gab es einen zeitweise wechselnden Betrieb mit dem Stadtbad Werden, was auch keine Besserung brachte. 1996 beschloss die Stadt Essen, einen Schlussstrich zu ziehen und das unrentable Bad endgültig zu schließen. 1997 gründeten die Vereine, die bisher im Hallenbad Kupferdreh trainierten, zusammen mit vielen engagierten Bürgern aus Kupferdreh die Interessengemeinschaft Stadtbad Kupferdreh e. V. Die IG Stadtbad handelte mit der Stadt Essen einen Vertrag aus und ist seit dem 1. Mai 1997 der Betreiber des Bades.

Eine gute Investition

Rund eine halbe Million Euro nahm die IG Stadtbad in die Hand und brachte das Hallenbad Kupferdreh auf den neusten Stand. Drei Wochen in den Sommerferien blieb das Bad geschlossen, um die Duschen, die Sanitärräume, die Umkleiden, die Fenster, die Decke und den Boden zu erneuern. Der Verein baute eine Klimaanlage ein, strich die Wände in fröhlichen Farben und versah die Decke mit Lichtbändern. Ein Gymnastikraum baute der Verein ebenso ein wie auch eine Sauna, um den Besuchern ein modernes Hallenbad präsentieren zu können. Der Aufwand hat sich gelohnt und das Geld wurde gut investiert, denn über mangelnde Besucherzahlen kann sich das Hallenbad in Essen Kupferdreh nicht beklagen.

Freundlich und einladend

Fröhliche bunte Farben begrüßen die Badegäste im Foyer des Hallenbads Kupferdreh. Der graue Zweckbau aus den 1970er Jahren ist verschwunden, die IG Stadtbad hat hier ganze Arbeit geleistet. Tickets gibt es am Automaten. Das ist modern, weniger auf der Höhe der Zeit ist das Bad allerdings, wenn es um die Umkleiden geht. Die Einzelkabinen haben oben noch ein Gitter und unten eine Bank, auf der sich die Badegäste umziehen. Der Spind kostet Geld, und zwar D-Mark, aber keine Angst, auch wenn ein Euro eingeworfen wird, öffnet sich der Spind.

Das Bad ist über 40 Jahre alt und da hat sich so etwas wie ein Grauschleier über die Fliesen im Sanitärbereich gelegt. Die Farbe der Fliesen ist ein wenig verblasst, aber es ist alles sehr sauber und aufgeräumt. Hygiene ist hier oberste Pflicht, der Badegast soll sich schließlich wohlfühlen und nach Möglichkeit auch immer wiederkommen.

Die Schwimmhalle

Dank einer riesigen Glasfront ist die Schwimmhalle sehr hell und sehr sonnig. Allerdings zu sonnig, denn im Sommer heizt sich die Glasfront so sehr auf, dass es schnell zu warm ist. Daher hat die IG Stadtbad Geld in Rollos investiert, was im Sommer sehr angenehm ist. Im Winter hingegen ist die direkte Sonneneinstrahlung eine echte Wohltat. Es gibt nur ein Becken mit vier Bahnen, das 25 mal zehn Meter misst, der Bereich für die Nichtschwimmer ist durch eine Leine abgesperrt. Ein Planschbecken für Kleinkinder und Babys gibt es nicht, dafür aber ein 1-Meter und ein 3-Meter-Brett sowie Wärmebänke und bequeme Liegestühle.

Gymnastik und mehr

Eine Spiegelwand, ein Schwingboden, viele verschiedene Sportgeräte, eine moderne Musikanlage und auch eine Klimaanlage machen den Gymnastikraum des Hallenbads Kupferdreh zu einem beliebten Ort. Die Auswahl der Kurse ist groß und reicht von der Bauch- und Rückenfitness über Ballettstunden für Erwachsene bis hin zum Fit Dance Party Work-out. Fitgymnastik für sie und ihn steht ebenso auf dem Programm, wie auch Schwimmkurse für die ganz Kleinen, Pilates für die Damen und Power Gym für alle, die fit und schlank bleiben wollen. Mit der präventiven Rückenschule wird zahlreichen Rückenproblemen effektiv vorgebeugt und wer sich nach den anstrengenden Übungen ein wenig erholen möchte, kann in die Sauna gehen.

Das Hallenbad Kupferdreh hat eine Finnische Sauna für zehn Personen und eine Infrarotkabine mit Platz für vier Besucher. Dazu kommen eine ansprechende Ruhelandschaft, eine Frischluftzone und auch eine Duschlandschaft. Die Gäste können einen Besuch im Schwimmbad mit einem Besuch in der Sauna verbinden oder nur in die Sauna gehen.

Gut zu wissen

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch von 7:00 Uhr bis 10:00 Uhr

Donnerstags von 7:00 Uhr bis 10:00 Uhr und von 16: 00 Uhr bis 21:00 Uhr.

Zwischen 16:00 und 17:30 Uhr gibt es eine Spielstunde für Kinder.

Freitags ist Warmbadetag (30° Grad Wassertemperatur) von 7:00 Uhr bis 13:00 Uhr und von 15:00 Uhr bis 21:00 Uhr.

Samstags ist Warmbadetag von 7:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr ist Spielstunde für Kinder.

An Sonn- und Feiertagen ist das Hallenbad geschlossen.

Preise

Eintritt vor 8:00 Uhr für Vollzahler: Drei Euro

Eintritt vor 8:00 Uhr ermäßigter Preis: Zwei Euro

Eintritt nach 8:00 Uhr für Vollzahler: Vier Euro

Eintritt nach 8:00 ermäßigter Preis: 2,50 Euro

Familienkarten: 8,50 Euro

Familienkarte am Warmbadetag: 11,50 Euro

Schwimmbadbesuch mit Sauna: 9,50 Euro

Anreise

Mit den Buslinien 154 und 155 ist zur Haltestelle Poststraße. Mit der S-Bahn S9 bis zum Bahnhof Kupferdreh. Am Bahnhof in Kupferdreh stehen zudem Parkplätze zur Verfügung.

Adresse

Schwermannstraße 45

45257 Essen

Telefon: 0201 4868251 oder 4868252

 

Fazit

Das Hallenbad in Essen Kupferdreh ist ein sehr schönes Beispiel dafür, was engagierte Bürger erreichen können, wenn sie aktiv werden. Die Stadt Essen wollte das Stadtteilbad schließen, weil es nicht mehr rentabel genug war. Mit viel Eigeninitiative, Spendengeldern und Mut retteten die Menschen in Kupferdreh ihr Hallenbad. Das Bad mag klein und auch nicht auf dem neusten Stand sein, aber die Anwohner fühlen sich dort wohl. Sie gehen schwimmen und in die Sauna, sie machen Gymnastik und was noch wichtiger ist: Sie halten fest zusammen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / AndreyBezuglov

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